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Freundschaftsgedicht
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Sammlung klassischer Gedichte zur Freundschaft. Die Freundschaftsgedichte
entstammen antiquarischen Büchern. Seite 2 von 3
[freundschaftsgedicht.htm]
Wir sind nicht bloß für diese Zeit
Gefährte, Freund und Brüder:
Im Reiche der Vollkommenheit
Begegnen wir uns wieder.
Drum auf! bis Herz und Auge bricht,
Entweichet Recht und Treue nicht,
Hinweg mit Trug und Lüge!
poetische Bibliothekar, 1845
Es blühen wohl Blümlein so wunderhold,
Meine Lieblinge sinds auf der Aue;
Ihr Auge glänzt reiner als Azur und Gold,
Lacht freundlich im schimmernden Taue.
Im Bilde erkennst das Blümchen Du nicht?
Es fleht zu der Freundin: Vergissmeinnicht!
poetische Bibliothekar, 1845
Vergissmeinnicht soll Dir zu Ehren
Bei mir beständig blüh'n;
Es soll die Kraft, sich zu ernähren,
Aus meinem Blute zieh'n.
Und wenn ich keine Kraft mehr habe,
Wenn Auge, Mund und Herz mir bricht;
So blüht doch noch auf meinem Grabe
Für Dich ein hold Vergissmeinnicht.
poetische Bibliothekar, 1845
Ich widme Dir, in Deines Herzens Schauen,
Das nie dem Glänzenden den Vorzug gibt,
Und nur der Freundschaft heiliges Vertrauen
Und hoher Achtung feste Treue liebt,
Ich, widme Dir, was meine Wünsche spricht,
Ein still bescheidenes Vergissmeinnicht.
poetische Bibliothekar, 1845
Bis einst auch ich in die Gefilde eile,
Wo sich erneut das brüderliche Band,
So lang' ich noch auf dieser Erde weile,
Bleibt Dir mein Herz mit Freundschaft treu verwandt,
Verwirf sie nicht, die Freundschaft kann dem Leben,
Wo vieles täuscht, noch manchen Vorzug geben.
poetische Bibliothekar, 1845
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