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Geburtstagsgedichte
Sammlung klassischer Gedichte zum Geburtstag. Die Geburtstagsgedichte
entstammen antiquarischen Büchern. Seite 4 von 16
[gedichte-geburtstag.htm]
An ?
Was oft zu Dir mein Mund schon sprach,
Die Hand, das Herz, die Mienen,
Spricht er von neuem, das der Tag,
Der liebe, uns erschienen.
Es spricht der Mund: "Gott schenke Dir
Gesundheit, langes Leben!"
Und was das best', Er gebe mir
Stets frommes Kinderstreben.
Er lass' in Deines Daseins Kranz
Mich schöne Blumen winden.
Magst den verdienten Lohn Du ganz
In Deinem Kinde finden.
So spricht der Mund. Es fühlt's das Herz;
Es will die Hand Dich drücken.
Schau mir in's Auge! Himmelwärts
Siehst hoffend Du es blicken.
Was aber Auge, Herz und Hand
Bezeugt an solchem Tage
Ist das, was innig ich empfand:
Es ist der Liebe Sprache.
Festtage des Lebens, 1856
An den Vater
Lieber Vater, voller Freude
Bringe ich mein Wünschchen heute
An dem Wiegenfeste Dir.
Wenn mir andre Worte leihen,
Magst Du freundlich mir verzeihen,
Ihren Sinn fühl' ich in mir.
Gott mög' ferner Dich erhalten,
Über Dir mit Liebe walten
Und Gesundheit Dir verleih'n.
Er, der schirmt' bis heut Dein Leben,
Mög' Dir reiche Freuden geben,
Schützend Dir zur Seite sein.
Nimm so meiner Liebe Gabe,
Die ich, Vater, für Dich habe,
Denn Dein Kind ist ja noch klein.
Bin ich größer einst geworden,
Sag' ich dann mit eignen Worten,
Was das Herze mir gibt ein.
Festtage des Lebens, 1856
An ?
So viel des Guten hast Du mir
Im Leben schon getan,
Nimm heute meinen Dank dafür
Aus tiefster Seele an.
Ja, heut an Deinem Wiegenfest
Fleh' ich zum Himmel treu,
Dass Gottes Hand dich nie verlässt,
Nein, stets Dir nahe sei.
Gesund sollst Du und reich beglückt
Dich lange noch erfreun
Und alles, was das Leben schmückt,
Ja, alles das sei Dein!
Festtage des Lebens, 1856
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