Themenbereich: Polterabendgedichte
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Polterabendgedichte, Polterabendscherze

Sammlung klassischer Gedichte und Scherze zum Polterabend. Die Polterabendgedichte entstammen antiquarischen Büchern. Seite 1 von 3 [polterabendgedichte.htm]



Der Portier

Um heute Euch ganz meine Dienste zu weihn,
Führ' ich Euch die munteren Gäste herein.
Sie haben verschied'nes zu melden und sagen
Von Täuschung der Liebe und Ehestandsplagen;
Und was sie verkünden, das merket Euch doch,
Denn, wahrlich, in Zukunft gebraucht Ihr es noch:
Weil, ähnlich der Rose, von Dornen umgeben,
Die eh'liche Liebe im irdischen Leben!

Nehmt, Brautleut! noch diese Tassen mit Tee
Als freundliche Gabe von einem Portier;
Sie werden in Zukunft mit Nektar gefüllet;
Der all' Eure Wünsche und Hoffnungen stillet;
Es möge sie füllen ein himmlischer Tee,
Als Heilmittel gegen das irdische Weh.
Dann werdet Ihr sie noch im Laufe von Jahren
Als schönste von all' Euern Tassen bewahren.

poetische Bibliothekar, 1845



Das Gärtnermädchen

Aus meinem Gärtchen, still und klein,
Bring' ich Dir, gutem Paar!
Als Spende diese Blümelein,
Mit treuen Wünschen dar.
Wie diese Rose, zart umkränzt
Von Myrthen, sanft erglüht;
So sei, von Rosenlicht umglänzt,
In Zukunft Dein Gemüt.
Wohin Dein sanftes Auge blickt,
Du, vielgeliebte Braut!
Da werd' entgegen Dir genickt
Von Rosen, schön und traut.

Doch Rose - Dornen auch besitzt;
Drum hüte Deine Hand,
Dass sie sich nicht an Dornen ritzt
Im Rosenehestand!

poetische Bibliothekar, 1845



Der Schumacherbursche

Guten Abend, Herr Bräut'gam! Guten Abend, Jungfer Braut!
Nicht wahr, Sie werden schon morgen getraut?
Ja, ja, die Frau Meisterin sagte es wohl!
Ich musste mich sputen, sie zankte wie toll.
Hier hab' ich ein Paar Pantoffeln gemacht,
Ich nahm zur Hilfe dabei die Nacht;
Sie sind zu gebrauchen, das kann ich Ihr sagen,
So zum Regieren, und manchmal - zum Schlagen!
Die Meisterin nennt sie ein wichtiges Stück.
Sie sagt: sonst brächte die Ehe kein Glück,
Denn, wo die Pantoffeln zu spät gekommen,
Da haben die Männer die Herrschaft genommen.
Das darf nicht sein, wo Ordnung gilt.
Der Mann muss schweigen, wenn's Weibchen schilt.
Hübsch fleißig, Du Schlingel! - da meinte sie mich -
Sonst hol' ich den Knieriem, drum rühre Dich.
Rasch zog ich den Pechdraht, die Ahle stach flink.
Der Knieriemen ist ein verzweifeltes Ding!
Kaum fertig, da sprach sie: "Nun trage sie 'rum,
Bestell' alles richtig und mach' es nicht dumm.
Wenn die Frau will sprechen, doch der Eh'mann nicht schweigen,
So darf sie ihm den Pantoffel nur zeigen;
Und will er gar brummen, schmollen und zanken,
Kann der Pantoffel schon so etwas wanken;
Blickt er liebäugelnd nach schönen Kindern,
So muss sie's durch sanfte Kläppschen verhindern;
Will das noch nicht helfen, und hält er nicht Ruh',
Dann - sagte die Meisterin - schlag' Sie derb zu!

Nun, hab' ich die Sache nicht richtig bestellt?
Da sind die Pantoffeln, ich nehme kein Geld.
Am Jubelfest soll ich sie wieder holen,
Und, tut es dann Not, sie noch einmal besohlen.

poetische Bibliothekar, 1845





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