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Weihnachtsgedichte
Sammlung klassischer Gedichte zu Weihnachten. Die Weihnachtsgedichte entstammen
antiquarischen Büchern. Seite 3 von 4 [gedichte-weihnachten.htm]
An die Eltern
Weihnacht - diese schöne Zeit -
Ist nun neu erschienen,
Da der Herr der Herrlichkeit,
Dem die Engel dienen,
Liebreich kam zu uns herab,
Um sein teures Leben,
Für uns, als Geschenk und Gab',
In den Tod zu gehen.
Diese Zeit erinnert mich,
Eltern, an die Liebe,
Die Ihr mir so inniglich,
Aus dem reinsten Triebe,
Täglich neu erwiesen habt,
Und die sich noch mehrte,
Wenn die schöne Weihnachtszeit
Wieder zu uns kehrte.
Nun, Ihr Teuren, ich will auch
Nimmer Euch betrüben,
Bis zum letzten Lebenshauch
Euch stets kindlich lieben.
Gott, der Elternlieb' vergilt,
Schenk Euch reichen Segen,
Sei Euch Helfer, Rat und Schild
Auf des Lebens Wegen!
poetische Bibliothekar, 1845
Siehe, ich verkündige euch große Freude! denn euch ist heute der
Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr.
Du lieber, guter, heil'ger Christ,
Der für uns Kinder kommen ist,
Damit wir sollen fromm und rein,
Und rechte gute Kinder sein!
Du Licht, vom lieben Gott gesandt
In unser dunkles Erdenland!
Du Himmelskind und Himmelsschein:
Dass wir soll'n fromm und himmlisch sein!
Du lieber heil'ger frommer Christ!
Weil heute Dein Geburtstag ist:
Drum ist auf Erden weit und breit
Bei allen Kindern frohe Zeit!
O segne mich! ich bin noch klein,
O mache mir das Herze rein!
Dass ich mit gut und frommen Sinn,
Stets meiner Eltern Freude bin!
Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden und den Menschen ein
Wohlgefallen!
poetische Bibliothekar, 1845
An die Eltern
An dem heut'gen Weihnachtsfeste
Bringe ich der Wünsche beste
Ihnen, teure Eltern, dar.
Gott wird mein Gebet erhören,
Ihre Wohlfahrt gern vermehren
Und sie schützen vor Gefahr.
Nimmer will ich Sie betrüben,
Sie, die mich so zärtlich lieben,
Als man hier nur lieben kann.
Streben will ich jeden Morgen,
Zu erleichtern Ihre Sorgen,
Zu verschönern Ihre Bahn.
Und wenn ich noch lange lebe,
Bitt' ich Gott, dass er mir gebe
Einst recht viel Gelegenheit,
Zu erwidern ihre Güte,
Und mit dankbarem Gemüte
Gern zu tun, was Sie erfreut.
poetische Bibliothekar, 1845
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